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Schweden 2026: Meine Radreise zum Polarkreis (31.05. bis 08.07.2026, Reise 118)

Vorbemerkung: Ich war 2026 an 39 Tagen unterwegs, davon 36 Tage in Schweden. Von den 6.450 WoMo-km entfallen auf Schweden 4.950 WoMo-km. Ich beschränke mich im Folgenden nur auf die reinen Radeltage, nämlich 22. Zusätzlich kommen noch 5 radelfreie Tage hinzu, die aber nicht beschrieben werden.
1. Radeltag: Strecke: Alberga – Läppe – Örebro. Am Vortag restliche Anreise nach Örebro und Übernachtung dort. Die Umrundung des Hjälmaren, Schwedens viertgrößtem See, beginnt in Alberga. Schloss Nora Sundet.
Blick auf den Hjälmaren. Leichter Regen.
Kirche von Julita.
Blick auf den Hjälmaren.
Wenn es regnet, sind asphaltierte Straßen die richtige Wahl, denn Uferwege sind dann meist unbefestigt und rutschig.
Überdachter Platz für die Mittagspause mit Blick auf den See.
Lännä kyrka.
Ein Herrenhaus abseits der Straße, bei Stegersjö.
Ehemalige Windmühle, ohne Windrad, zu Wohnungen ausgebaut. Nach 108 km 2. Übernachtung in Örebro.
2. Radeltag: Strecke: Örebro – Arboga – Alberga. Start bei leichtem Regen. Schloss in Örebro.
Rinkeby kyrka.
Rinkeby kyrka.
Hl. Dreifaltigkeitskirche in Arboga
Der Arbogaån. Er fließt durch die Stadt Arboga.
Einer der zahlreichen Grenzsteine.
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Der Hjälmarenkanal. Älteste künstliche Wasserstraße Schwedens.
Schiffbare Verbindung zum benachbarten Mälaren (Schwedens drittgrößtem See), und damit auch zur Ostsee.

82 Radel-km. Anschließend zum Quartierwechsel nach Arboga.

3. Radeltag: Umrundung des westlichen Ausläufers des Mälaren. Dabei stoße ich auf den Mälardalsleden, dem ich bis auf weiteres folge. – Tumbo kyrka. Hier führte mich die Mälaren-Umrundung in 2023 schon vorbei.
Der Kvicksund.
Die Kvicksundbrücke.
Diese Brücke ist eine Klappbrücke.
Der Mälaren liegt nun hinter mir, die nächste Gemeinde heißt Hallstahammar. Hier in der Nähe müsste doch das Schloss Strömsholm sein …
… aber ich finde keinen Zugang zum Schloss Strömsholm. Kolbäcks kyrka.
Durch Kolbäck fließt der Kolbäcksån, Bestandteil des Strömsholm kanal.
Der Bahnhof in Arboga. – 2. Übernachtung in Arboga. 95 Radel-km.
4. Radeltag: Der Strömsholm kanal. Start am Bahnhof in Hallstahammar. Statt in Richtung Fagersta zu radeln, radle ich in die Gegenrichtung. Denn ich will unbedingt das Schloss Strömsholm sehen. – Eine der Kanalschleusen in Hallstahammar.
Hallstahammar.
Hallstahammar.
Der Radweg am Kanal entlang – hier noch bequem und asphaltiert …
… doch bald auch so und noch viel schlimmer (grobe Steine, steile Anstiege…).
Am Kolbäcksån.
Vor dem Schloss Strömsholm verlässt der Kanal den Flusslauf und mündet in den Mälaren.
Schloss Strömsholm.
Schloss Strömsholm.
Schloss Strömsholm.
Vor dem Schloss teilt sich der Kolbäcksån und vereinigt sich hinter dem Schloss wieder. Also kein Schlossgraben mit stehendem Gewässer!
Wieder zurück am Bahnhof Hallstahammar. Ich habe beschlossen, nicht weiter am Strömsholm kanal zu radeln, sondern den Standort zu wechseln, nämlich nach Uppsala. – 29 Radel-km.
5. Radeltag: Strecke: Uppsala – Örbyhus. Jetzt beginnt die eigentliche Radreise zum Polarkreis.
Erster Halt am Freilichtmuseum Disagården. Hierher wurden Gebäude aus verschiedenen Teilen des Upplands versetzt zu einer dörflichen Umgebung, wie sie Mitte des 19. Jh. ausgesehen haben könnte.
Freilichtmuseum Disagården
Freilichtmuseum Disagården
Freilichtmuseum Disagården
Die Kirche von Alt-Uppsala.
Die Kirche von Alt-Uppsala.
Da war der Radweg noch asphaltiert.
Hinter dem Ort Vattholmar war der Radweg zwar noch passabel, wurde aber bald darauf zum Schotterweg mit losem Schotter. Laut Navi sollte der Zustand noch 14 km anhalten – nein danke!
Ich suchte daher nach einer Alternativstrecke, auch wenn diese einige km länger sein sollte.
Dazu unterquere ich die Bahnlinie bei nächster Gelegenheit und finde auf der anderen Seite …
… diese Straße vor: zwar nicht gleich asphaltiert, aber mit festgefahrenem, feinem Kies.
Dannemora kyrka.
Schließlich nähere ich mich meinem Zielort Örbyhus. Auf der Suche nach Schloss Örby treffe ich auf dieses feudale Gehöft. Es sind die Gebäude des hier ansäßigen Golfclubs.
Örby slot. In Privatbesitz.
Vom Schloss aus hat man einen schönen Blick auf den Vendelsjön. – 61 Radel-km.
6. Radeltag: Strecke: Örbyhus – Gävle. – hier: Tegelsmora kyrka.
Am See Strömaren.
Unterwegs. Die Straße ist zwar nicht asphaltiert, aber sehr gut und sicher zu befahren.
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Västlands kyrka.
Der Laxön-Damm am Dalälven in der Kommune Älvkarleby
Lageplan.
Wasserkraftwerk von Vattenfall.
Blick auf den Dalälven.
Im Mühlendorf Harnäs.
In Harnäs. Die Reststrecke bis Gävle verläuft unspektakulär. – 85 Radel-km.
7. Radeltag: Strecke: Gävle – Söderhamn. – Bergeby kyrka
Rastplatz am Störsjön. Ansonsten heißt es „Strecke machen“.
Söderhamn. Das Gebäude hoch über der Stadt ähnelt grob Schloss Lichtenstein. Funktion ist mir nicht klar.
Das Rathaus in Söderhamn. – 90 Radel-km.
8, Radeltag: Strecke: Söderhamn – Hudiksvall. – hier: Norrala kyrka.
Der Ort Enånger hat zwei Kirchen: eine neue …
… und eine alte Kirche.
Am Viksjön.
Am Viksjön.
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Zielort Hudiksvall ist erreicht, Kirche.
Hudiksvall: bunte Häuserfassade.
Hudiksvall, am Hafen.
Hudiksvall, am Hafen.
Hudiksvall, Bahnhof. – 59 Radel-km.
9. Radeltag: Strecke: Hudiksvall – Sundsvall. – Ein langer Radeltag steht bevor.
Kirche in Harmånger
Trotz relativ breiter Bereifung fühle ich mich auf solchen Wegen nicht wohl. Aber ich muss da durch.
Kirche in Hårte.
Die Landschaft in Küstennähe verändert sich.
Weit ist der Weg … Ich bin praktisch alleine unterwegs. www.jungfrukusten.se
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Hammardammen.
Schließlich erreiche ich meinen nächsten Übernachtungsort Sundsvall. – 108 Radel-km.
10. Radeltag: Strecke Sundsvall – Härnösand. Blick zurück auf Sundsvall.
Wasserkraftwerk am Indalsälven.
Blick von oben auf den Indalsälven.
Heute stehen 900 Hm bevor. Dem Regen über Sundsvall bin ich entkommen. Mittagsrast am Lillroten.
Blühende Wiesen.
Härnösand. Rathaus.
Härnösand. Domkirche.
Härnösand.
Drehbrücke in Härnösand.
11. Radeltag: Strecke Härnösand – Ullånger. Die Högakustenbron über den Ångermanälven, für Radler tabu. Das zweithöchste Bauwerk Schwedens, maximale Stützweite 1.210 m (vgl. Golden Gate Bridge 1.280 m), lichte Höhe 40 m, Gesamthöhe 186 m, Gesamtlänge 1.867 m, Breite 17,8 m.
Ich muss mich daher mit der alten Brücke namens Sandöbron begnügen.
Blick von der Sandöbron auf die Ortschaft Sandö. Nach der Brücke geht’s heftig bergauf und ich muss den Akku wechseln. Oh Schreck – der Ersatzakku ist ja gar nicht geladen! Die fast leeren Akkus müssen noch 10 km durchhalten, bis ich in der Ortschaft Noraström eine Steckdose anzapfen kann. Danach geht’s etwas entspannter weiter, immerhin noch 25 km mit zwei weiteren heftigen Anstiegen. Schließlich ist der Zielort Ullånger erreicht. – 900 Hm bergauf und bergab, 77 Radel-km.
12. Radeltag: Strecke Ullånger – Örnsköldsvik. Der neue Radweg schlängelt sich entlang der Europastraße 4 (E4). Der See ist ein Ausläufer der Ostsee.
Docksta. Der Touristendampfer hat angelegt.
Docksta, Kirche.
In Docksta musste ich mich entscheiden: entlang der E4 oder Umweg auf der „Panoramastrecke“. Ich entscheide mich für den Umweg.
Kirchlein in Östmarkum.
Später musste ich dann doch ein kurzes Stück auf der E4 radeln. Mittagspause in Bjästa. Hier: alte Kirchenruine außerhalb Bjästas. Errichtet im 12. bis 14. Jh., aufgegeben im frühen 19. Jh. Hier müsste mal das Gras gemäht werden!
Blick auf Örnsköldsvik.
Blick auf Örnsköldsvik. – 62 Radel-km.
13. Radeltag: Strecke Örnsköldsvik – Husum – Nordmaling. Fahrrad- und Fußgängerbrücke über einen Seitenarm der Ostsee. Die Brücke führt nach Husum.
Marina bei Husum.
Nochmals die Brücke von Husum aus gesehen.
Ich kannte bereits zwei Orte namens Husum: die Kreisstadt Husum in Nordfriesland und die Gemeinde Husum in Niedersachsen. Jetzt kenne ich auch das Husum in Schweden.
Wie das niedersächsische Husum ist auch das schwedische Husum ein Dorf. Es gibt hier zusätzlich einen Industriebetrieb der Papier- und Zellstoffindustrie.
Kirche und Friedhof von Grundsunda. Besonderheit: Der Friedhof ist ein einziges Kiesbett. Die Gräber sind mit Kies gestaltet. Nur minimalster Grabschmuck. – 86 Radel-km.
14. Radeltag: Strecke: Nordmaling – Umeå. Kirche in Nordmaling.
Brücke über den Öreälv.
Tagesziel Umeå erreicht.
Umeå. Bahnhof.
Umeå.
Umeå.
Umeå. Rathaus.
Umeå.
Umeå. – 72 Radel-km.
15. Radeltag: Strecke Umeå – Hällnäs. Der Vindelälven begleitet mich meistens.
Die Kirche von Vindeln.
Die Kirche von Vindeln.
Die Kirche von Vindeln.
Vindelforsarnas naturreservat.
Vindelforsarnas naturreservat. Mit spektakulären Stromschnellen des Vindelälven.
Vindelforsarnas naturreservat. – 73 Radel-km.
16. Radeltag: Strecke: Hällnäs – Bastuträsk. Die Strecke ist ohne Besonderheiten, Kilometer machen auf durchgehend asphaltierter Nebenstraße, wenig befahren.
Kirche in Bastuträsk. – 71 Radel-km.
17. – 20. Radeltag: Strecke: Bastuträsk – Jörn, Jörn – Koler, Koler – Älvsbyn, Älvsbyn – Boden. Es gibt auf diesen vier Tagesetappen leider keine Sensationen. Straßen unterschiedlicher Qualität, Einsamkeit pur, ab und zu ein Fluss, noch weniger Ortschaften …
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… noch seltener einen Zug …
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… noch viel seltener Tiere, hier Rentiere…
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Sprungbereit ins …
… gegenüberliegende Gewässer?
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In der Stadt Boden.
Boden.
Boden.
Älvsbyn.
Der Bahnhof in Boden.
Boden. – 51 + 66 + 47 + 49 = 213 Radel-km.
21. Radeltag: WoMo-Fahrt zum Bahnhof Murjek, Radtour: Bhf Murjek – Polarkreis – Murjek – Vuollerim
Die Ortschaft Polcirkeln ist ein Ortsteil von Vuollerim.
Durch die Ortsmitte verläuft der Polarkreis, das Ziel meiner diesjährigen Radreise in Schweden.
Leider ist auch hier die Unsitte anzutreffen, dass Schilder mit allerlei Aufklebern verunstaltet werden.

Der Polarkreis ist die südlichste geographische Breite, wo die Mitternachtssonne bei der Sommersonnenwende sichtbar ist. Seine Position wird durch die Neigung der Erdachse definiert, die sich unter Einwirkung der Sonne, des Mondes und der Planeten verändert.

Während 40.000 Jahren bewegt sich der Polarkreis nordwärts und südwärts innerhalb einer 180 km breiten Zone. Außerdem bewegt er sich während 18,6 Jahren innerhalb einer 570 m breiten Zone. Der Polarkreis erreicht seine nördlichste Position im Jahr 12.000, kommt hierher zurück im Jahr 22.000, erreicht seine südlichste Position im Jahr 32.000 usw.
Vuollerim. – 43 Radel-km.
22. Radeltag: Strecke: Vuollerim – Boden. Die Strecke führt entlang des Luleälven. Obwohl man die Straße (Reichsstraße) mit unserer Bundesstraße vergleichen kann, gibt es dort nur wenig Verkehr.
Die Radreise 2026 endet definitiv hier. – 96 Radel-km.

Am nächsten Morgen Bahnfahrt Boden – Murjek zum dort geparkten WoMo. Beginn der Heimreise.

Vielen Dank für Dein Interesse an meiner Radreise.

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